Mehrheit der Deutschen kauft im Geschäft

Gemütlicher Stadtbummel oder doch lieber online bestellen? Das ist eine der Fragen in der aktuellen IPG Mediabrands Studie „Retail Buying Study“ zum europaweiten Einkaufsverhalten. Die Studie zeigt, deutsche Konsumenten lassen sich überwiegend online inspirieren und shoppen selbstverständlich im Netz. 42 Prozent der Deutschen recherchieren online und kaufen dann im Netz. Damit sind wir Deutschen digitaler als unser Ruf und liegen vor England mit 35 Prozent, Italien und Frankreich mit je 31 Prozent oder Spanien mit 28 Prozent.

 

Fortschreitende technologische Entwicklungen und Kundenpräferenzen im ständigen Wandel gestalten die Customer Journey für moderne Käufergruppen komplexer als je zuvor. Shoppen wir immer noch analog im Lieblingsladen um die Ecke, oder klicken wir uns nur noch virtuell durch die Angebote? Die Antwort ist komplex.

 

So recherchieren insbesondere die Spanier und Italiener mit 50 bzw. 47 Prozent vor dem Kauf eines Produktes online, kaufen dann aber im Geschäft. Bei den Deutschen ist diese Gruppe mit 29 Prozent deutlich kleiner.

Bei den Deutschen ist diese Gruppe mit 29 Prozent deutlich kleiner. Weitere 26 Prozent holen sich ihre Inspirationen im Geschäft und kaufen laut der Studie auch dort. Somit kauft die Mehrheit der Deutschen schlussendlich im Geschäft: 55 Prozent bevorzugen den stationären Handel für den Kaufabschluss. In England, Frankreich, Italien und Spanien sind es über 65 Prozent. Der Anteil der Shopper, die im Geschäft recherchieren und dann online kaufen, liegt in allen europäischen Ländern bei nur ungefähr fünf Prozent.

 

Wer über die Zukunft des Einkaufens nachdenkt, hat viele Fragen im Kopf. Viele dieser Fragen werden in der Retail Buying Studie beantwortet. 52.800 Online-Interviews wurden dafür in elf Ländern geführt. In Deutschland nahmen knapp 5.000 Menschen zwischen 18 und 64 Jahren online teil und gaben Auskunft zu ihrem Einkaufsverhalten in zwölf verschiedenen Branchen, unter anderem Bekleidung, Lebensmittel, Beauty oder Reisen. Spannend ist die Studie auch im europäischen Vergleich: So kaufen die Deutschen beispielsweise seltener Lebensmittel, Beauty, Elektrogeräte, Bekleidung und Spielzeug online.