Kids & Teens Marketing

„Denn sie machen nicht, was wir wollen“ hieß der Vortrag von UM CEO Sven Weisbrich bei den diesjährigen Horizont Digital Marketing Days, in dem er erklärte, wie man heute den Nachwuchs in Deutschland erreicht. Hier nennt er seine 10 Golden Rules für erfolgreiches Kids & Teens Marketing.

Wie ticken diese Generation Z (8 bis 24 Jahre) und Generation Alpha (0 bis 8 Jahre) überhaupt?

 

  • Der Bildschirm ist fest im Leben der Kids und Teens verankert.
  • Ihre präferierten Social Networks – laut unserer neuen und bald erscheinenden WAVE-Studie – sind Snapchat und YouTube, gefolgt von Instagram und Pinterest, Spotify und Netflix. Facebook und Whatsapp sind für Teenager nicht mehr so relevant wie noch vor ein paar Jahren.
  • Sie nehmen Marken und Markenimages bewusst wahr: Sie erinnern sich in den ersten Jahren ihres Lebens eher an Marken, die ihnen am POS oder im TV begegnen. Sobald sie Zugang zum Internet haben, gleicht sich dieser Wert für das Internet rasant an.
  • Keine Werte, keinen Content, keine Mobile Page, kein Paypal? Keine Kids & Teens! Marken müssen Hygienefaktoren erfüllen, ansonsten fallen sie ganz schnell wieder aus dem Relevant Set der Kids & Teens.
  • Sie sind selbst Influencer und bereits in jungen Jahren auf Social Media unterwegs, denn dort entstehen digitale Spielplätze mit einer riesigen Zuschauermenge. Influencer (also tatsächlich YouTube Stars) sind wie Freunde für Teenager, von denen sie nützliche Tipps für ihr Leben erhalten.
  • Teenager shoppen auch das, was Influencer empfehlen. Aber wo? Gute Nachrichten für alle Retailer: Es gibt eine Zukunft für den stationären Handel. Denn mehr als die Hälfte aller Teenager probieren und kaufen Produkte am liebsten dort. Shopping ist für sie ein Erlebnis, ein soziales Happening mit Freunden.
  • Voice ist für Kids & Teens normal. So helfen Alexa, Siri & Co. bei Schulaufgaben, spielen Uno mit den Kleinen. Kids tippen heute kaum noch, sie sprechen.
  • Die Wichtigkeit künstlicher Intelligenz wird weiter zunehmen. Kinder, die Gen Alpha, beeinflussen bereits heute als indirekte Konsumenten einen riesigen Markt, den für smartes Spielzeug.
  • Die Generation Alpha wächst mit digitalen Medien auf, ist technologiegetrieben und autodidaktisch. Weil diese Generation scrollen kann noch bevor sie sprechen lernt, wächst sie mit einem anderen Skill Set auf. Viele von ihnen werden selbst programmieren können – Stichwort: Coderkids.

Und was bedeutet das nun für das Marketing? Die 10 Golden Rules für Kids & Teens Marketing:

 

  1. Seid euch klar, wo eure Marke stattfindet!
  2. Experience ist alles! Setzt aber nicht nur auf E-Commerce!
  3. Definiert, was euch glaubwürdig und authentisch macht!
  4. Nutzt Influencer nur mit richtig platziertem Content!
  5. Denkt in Connected Ideas!
  6. Technologie und Content darf man nicht trennen!
  7. Videos sind Standard!
  8. Verschafft eurer Marke eine Audio-Identität!
  9. Gib Raum zur Selbstinszenierung!
  10. Steckt Kids & Teens nicht in eine Schublade!

Hier den Vortrag von Sven Weisbrich ansehen: